Unnötige Niederlage im Spitzenspiel

Der SV Oberwolfach musste im Spitzenspiel der Bezirksliga beim SV Freistett eine unnötige 1:2-Niederlage hinnehmen. Gemessen an Torchancen und Spielanteilen hätte die Kehl-Elf einen Punkt verdient gehabt.

Den ersten Warnschuss gab Freistetts Stürmer Adrian Wettach nach sechs Minuten ab. Auf der anderen Seite wurde Tobias Dreher nach einem energischen Anritt in höchster Not abgeblockt. Das 1:0 für die Hausherren gehört in die Kategorie Zufall. Ein strammer Freistoß von Thomas Schneider in der 14. Minute wurde in Ping-Pong-Manier mehrmals abgefälscht und landete letztlich bei Fabian Heinz, der freistehend aus fünf Metern zum 1:0 für den SVF einschob. Der SVO zeigte sich jedoch nicht geschockt und schlug in der 20. Minute zurück. Tobias Dreher setzte sich auf dem rechten Flügel bravourös durch, legte für Julian Echle quer und dieser musste nur noch den Fuß hinhalten – 1:1. Freistett war wenig später durch einen Flachschuss von Kevin Sackmann brandgefährlich – knapp rechts vorbei. Pech für den SVO, dass ein Freistoß von Philipp Herrmann von der Linie gekratzt wurde. Eine hundertprozentige Chance zur Gästeführung vergab Tobias Dreher nach 32. Minuten. Aus vier Metern schoss er zum Leidwesen der vielen mitgereisten Fans aus dem Wolftal genau auf Keeper Christoph Denni. Das hätte die Führung für den Gast sein müssen. Die Hausherren dagegen nutzen den einzigen gröberen Fehler der SVO-Defensive in der 44. Minute eiskalt aus. Adrian Wettach entwische seinem Bewacher, Torwart Tobias Armbruster bekam die kurze Ecke nicht zu und Wettach traf aus spitzem Winkel zum 2:1-Pausenstand. Zu diesem Zeitpunkt ein Treffer aus dem Nichts.

Die zweite Hälfte verlief insgesamt ausgeglichen. Mal hatte Freistett etwas mehr vom Spiel, dann wieder Oberwolfach. Torchancen gab es dank der guten Defensivarbeit beider Teams kaum noch. Erst in der Schlussphase, als der SVO die Abwehr lockerte, hatte Freistett durch Eike Erk die große Möglichkeit zu Entscheidung, doch Tobias Armbruster parierte erstklassig. Mit zunehmender Spieldauer ließ bei den Gästen die Offensivkraft nach. Lediglich Jonas Dieterle sorgte mit einem Distanzschuss noch für einen Hauch von Gefahr. So brachten die Freistetter den knappen Sieg über die Zeit.

Die zweite Mannschaft verlor das Topspiel in Freistett trotz großem Kampf und einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung nach einer indiskutablen Leistung von Schiedsrichter Adrian Bohnert (Oberkirch) mit 2:4 Toren. Der „Unparteiische“ gab unter anderem einen „Treffer“ für Freistett, obwohl das Leder noch nicht einmal ansatzweise die Linie überschritten hatte. Zudem ließ er einen eh schon äußerst fragwürdigen Strafstoß für die Hausherren aus unerklärlichen Gründen wiederholen, nachdem SVO-Keeper Andreas Dieterle den ersten Versuch parierte. Der zweite Versuch saß dann. Auch wir wissen: Schiedsrichter haben es nicht immer einfach. Aber diese Art der Benachteiligung war eine Unsportlichkeit sondergleichen! Ach ja: für den SVO trafen Frank Rauber und Patrick Echle.

Im Derby beim FC Kirnbach behielt die Ditte des SVO nach Toren von Dominik Schuler und Tom Mulvey mit 2:1 die Oberhand.