SVO Sportlerball 2017

Der Sportlerball hat am Samstagabend erneut die große Oberwolfacher Sportlerfamilie in ausgelassen fröhlicher Runde vereint.
Eingebettet in die originellen Beiträge der einzelnen Abteilungen im Sportverein Oberwolfach (SVO) war eine humorvolle Film-Hommage an Herbert „Tippi“ Weiß, der mit seiner Fußballer- und Schiedsrichter- und vor allem Trainerkarriere beim SVO zur lebenden Legende geworden ist. Viele wollten nicht glauben, dass „Tippi“ nun tatsächlich aufhören möchte.
Die Fäden des abwechslungsreichen Abendprogramms liefen beim zweiten SVO-Vorsitzeden, Franz Wild, zusammen, der sich wie das frohgesinnte Publikum über das Engagement unzähliger Sportfreunde freuen durfte.
Reiner Fleig und „Didi“ Baur geleiteten muskelbepackt gleichermaßen witzig wie auch schlagfertig durch die rund dreistündige Unterhaltungsveranstaltung. Sie beleuchteten schalkhaft Hintergründiges und stellten die Akteure vor.
Tanzend und singend überzeugten die „Sparrow-Girls“ der Jugendabteilung und die Fußball-Damen.
Gut Hinhören mussten die Zuschauer hingegen bei der grotesken Vorstellung von Markus Schuler und Thomas Wild in ihren Rollen als Stadionsprecher. Mit ihren genialen Buchstabendrehern servierten sie unglaubliche Internas aus dem Vereinsgeschehen. So erfuhr das Publikum auch einiges über den aktuellen Trainer „aus Stofhetten neben Bühlenmach bei Lashach“. Er sei, so war zu vernehmen, „auch foptit, sogar in der dritten Zalbheit.“ Jedenfalls, so war zu vernehmen, dass er „ein Kundspferle“ sei und sich nach der Siegesfeier auch schon mal von der „Miegerschwutter“ abholen ließe.
Sportliches Spektakel demonstrierten die „Schnitzpuber“, während sich die Jugendspieler im Untergrund auf urkomische Weise zu schaffen machten.
Spitze war auch der Auftritt der alten Herren mit dem Glossieren des örtlichen Gemeindegeschehens und auch einem Blick in die Nachbarschaft: „In Schapbach herrscht viel Verdruss, weil man den Wald verkaufen muss“. Frau Chen, die alles kaufen will, wirft währenddessen mit 500-Euro-Scheinen um sich.
Die aktiven Fußballer imponierten mit einem graziösen Schwarzlicht-Auftritt, der sich recht eindrucksvoll zwischen Artistik und deftiger Situationskomik bewegte. Sie kamen um eine lauthals geforderte Zugabe nicht herum.
Zu guter letzt des Unterhaltungsprogramms folgte mit der Schnurre von „Puder“ Grabsch, zusammen mit Lisa Rauber und Corina Harter. Letztere begleitete auf der Gitarre. Die Gruppe bot nochmals eine satirische Delikatesse, indem man mit treffender Mimik und raffinierter Wortwahl dem neuen Pfarrer Hannes Rümmele und dem Geschehen im Klerus im Allgemeinen mit feinsinnigem Humor nachspürte.Mit einer riesigen Polonaise, in die sich sämtliche Gäste einreihten, erfolgte ein fliegender Wechsel zu einem ausgelassenen Tanzabend, zu dem die Kapelle „Lederarsch“ das passende Repertoire auf Lager hatte und es bis in die Morgenstunden so richtig krachen ließ.
Quellen: Text Schwarzwälder Bote, Hans Gottfried Haas / Bilder von Hans-Gottfried Haas und Berit Hohenstein