SVO kann mit Punktgewinn in Seelbach leben

Einen späten, aber verdienten Punktgewinn konnte der SV Oberwolfach im vorgezogenen Donnerstagsspiel bei der Mannschaft mit dem momentan wohl besten Lauf der Bezirksliga, dem FSV Seelbach, einfahren. Jonas Wolf traf in der Nachspielzeit sehenswert zum 1:1-Ausgleich. Der SVO zeigte eine engagierte Vorstellung und geht gut gerüstet ins Ortenau-Pokalendspiel am Ostermontag um 15.30 Uhr in Biberach gegen den VfR Elgersweier.

Den Wolftälern kam entgegen, dass die Hausherren aufgrund ihres verschleißreichen Spiels in Oberharmersbach nicht ganz in Bestbesetzung antreten konnten. Dennoch traf die Kehl-Elf auf einen Gegner voller Selbstvertrauen, den die 1:9-Pleite aus der Vorrunde sicher noch zusätzliche motivierte.

Aber der SVO hielt erstklassig dagegen, bestimmte die Anfangsphase und hatte unter anderem durch Freddy Burger und Jesco Armbruster vielversprechende Schusschancen. Keeper Stefan Kopf war jedoch auf dem Posten. Außerdem köpfte Julian Echle aus guter Position drüber. Auf der Gegenseite parierte Gästeschlussmann Tobias Armbruster einen gefährlichen Kopfball von Philipp Schwörer gekonnt. Der beste Seelbacher Spielzug in Durchgang eins führte zum 1:0. In der 38. Minute traf Philipp Schwörer per schönem Halbvolley zur bis dato eher schmeichelhaften Führung für die Heimelf. Die Riesenchance zum 1:1 wurde Tobias Sum kurz vor der Pause geklaut, als er nach einer Flanke einschussbereit zurückgepfiffen wurde. In dieser Situation auf Abseits zu entscheiden, geht nur mit ganz viel Phantasie.

Die erste Chance nach Wiederbeginn hatte Seelbach, doch Sascha Roth köpfte haarscharf daneben. In der 53. Minute kam Simon Dieterle im Strafraum der Gastgeber zu Fall, nachdem sich seine Gegenspieler etwas ungeschickt angestellt hatte. Die Pfeife blieb aber stumm, sehr zum Ärger des SVO. Nach rund einer Stunde spitzelte Freddy Burger das Leder knapp am FSV-Gehäuse vorbei. Oberwolfach war feldüberlegen, musste sich aber höllisch vor den Seelbacher Kontern in Acht nehmen. In der 75. Minute hielt SVO-Keeper Armbruster sein Team im Spiel, indem er das Eins-Gegen-Eins-Duell mit dem frei durchgebrochenen Patrick Weber für sich entschied. In der Schlussphase warf der Gast alles nach vorne, die Hausherren hielten jedoch kampfstark dagegen. Seelbachs Nikolai Beneke sah kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Ampelkarte. In der Nachspielzeit wurde der SVO dann doch noch für seine Bemühungen belohnt. Jonas Wolf tanzte zwei Gegner aus und vollstreckte sehenswert zum verdienten 1:1-Endstand.