Oberwolfach verliert sein zweites Pokalfinale

Nach 2013 verlor der SV Oberwolfach auch das zweite Bezirkspokal-Endspiel in seiner Vereinsgeschichte. Gegen Kreisliga-A-Spitzenreiter SV Oberschopfheim gab es eine bittere 4:5-Niederlage nach Elfmeterschießen.

Die knapp 2500 Zuschauer im Hofstetter Waldsee-Stadion stellten eine tolle Kulisse dar. Weniger toll war jedoch das, was die Fans auf dem Spielfeld zu sehen bekamen. Langeweile und Ereignislosigkeit waren trumpf. Zudem ließ der holprige Platz kaum spielerische Leckerbissen zu. Torchancen gab es in der ersten Halbzeit überhaupt keine nennenswerten, weder hüben noch drüben. Die besseren Ansätze zeigte zu Beginn Oberschopfheim über Yannic Prieto auf dessen linker Seite. Als sich jedoch Oberwolfachs Rechtsverteidiger Tobias Dreher auf Prietos Flankenläufe eingestellt hatte, kam kaum noch Gefahr auf. Allerdings konnte auch der Bezirksligist in Durchgang eins nie wirklich torgefährlich werden. Es wurde deutlich, wie schwer die langfristigen Ausfälle diverser Offensivkräfte wiegen. Wenigstens stand die Defensive um Abwehrchef Christian Dieterle sicher. Daran änderte auch das frühe verletzungsbedingte Ausscheiden von Innenverteidiger Linus Schillinger nichts.

Nach der Pause steigerte sich die Truppe von Coach Jogi Kehl und fand über den Kampf besser in die Partie. Philipp Heitzmann, neben den Spielern der Viererkette bester Akteur der Wolftäler, kurbelte das Spiel seiner Truppe immer wieder gekonnt an. Doch es mangelte an Torgefahr in vorderster Front. Mit zunehmender Spieldauer zeichnete sich ab, dass ein einziges Tor – wer auch immer es schießen mag – wohl zum Sieg reichen würde. Die Riesen-Chance zu diesem einen Tor hatte Oberwolfachs Tobias Sum, der nach schönem Zuspiel von Julian Echle in der 70. Minute frei vor dem Oberschopfheimer Tor auftauchte, den Ball aber am kurzen Eck vorbei schob. In der verbleibenden regulären Spielzeit passiert nicht mehr viel, sodass es zur Verlängerung kam.

Hier wurde Oberschopfheim wieder stärker und hatte in der 113. Minute nach Vorarbeit von Maik Kaltenbach seine größte Chance durch Yannic Prieto. Tobias Dreher konnte den Schuss jedoch kurz vor der Linie klären. Es blieb auch nach 120 zähen Minuten torlos und so musste die knappste aller Entscheidungen herhalten – das Elfmeterschießen.

Gleich der erste Oberwolfacher Schütze, der eingewechselte Thomas Heitzmann, scheiterte an Oberschopfheims Keeper Robert Wolf. Da alle anderen Schützen mehr oder weniger sicher verwandelten, hatten die Schwarz-Gelben am Ende mit 5:4 nach Elfmeterschießen die Nase vorne und durften den Gewinn des Bezirkspokals und die damit verbundene Reise zum DFB-Pokal-Finale nach Berlin bejubeln. Herzlichen Glückwunsch!