Oberwolfach verliert auch sein drittes Pokalfinale

Der SV Oberwolfach hat das Rothaus Bezirkspokalfinale in Biberach gegen den Ligarivalen VfR Elgersweier mit 1:2 verloren. Für den SVO traf lediglich Simon Dieterle. Somit wurde es nach 2013 und 2015 auch im dritten Anlauf nichts mit dem Pokalsieg und der damit verbunden Fahrt zum DFB-Pokalfinale nach Berlin für die Wolftäler.

Trotz des schlechten Wetters inklusive Dauerregen kamen stolze 1.855 zahlende Zuschauer, um sich das Duell der beiden Bezirksligisten anzuschauen. Die Kulisse schien zunächst den SVO zu beflügeln, der engagiert begann. Freddy Burger legte in der 7. Minute für Tobais Sum auf, dieser traf jedoch nur die Oberkante der Latte. Elgersweier ging mit der ersten gefährlichen Aktion in Führung. Nach einer verlängerten Ecke in der 19. Minute stand Lars Bischler völlig frei im Rückraum, nahm den Ball an, umkurvte einen Gegenspieler und zimmerte das Leder sehenswert zum 1:0 für den VfR in die Maschen. Dieser Gegentreffer zeigte Wirkung, der Anfangselan des SVO war dahin. Elgersweier hatte wenig Mühe, die Führung zu verteidigen. Lediglich bei Distanzschüssen von Freddy Burger und Tobias Dreher lag etwas Gefahr in der Luft. Ein Leckerbissen für die Zuschauer war das Spiel nicht, zu viele Ungenauigkeiten prägten auf beiden Seiten das Bild. Die widrigen äußeren Bedingungen taten ihr Übriges. Beinahe hätte Elgersweier kurz vor der Pause 2:0 gemacht, doch Atanas Karagyaurov ballerte nach Querpass von Lars Bischler aus zehn Metern weit drüber.

Kurz nach Wiederbeginn hatte Tobias Sum seitens des SVO eine Kopfballchance. Insgesamt fehlte den Schwarz-Weißen jedoch die Durchschlagskraft in der Offensive. Der VfR war bei seinen Angriffen effektiver. Zwei Minuten zuvor konnte Oberwolfachs Keeper Tobais Armbruster noch parieren, aber in der 55. Minute war er machtlos, als sich Atanas Karagyaurov gegen Bewacher Manuel Groß durchsetzte, davonzog und flach zum 2:0 einschoss. Erst als mit Jonas Wolf und Jürgen Ehrhardt frisches Personal kam, wurde die Kehl-Elf zwingender, konnte vorne endlich mal Bälle halten. Ehrhardt wurde in der 75. Minute kurz vor dem Tor in höchster Not abgeblockt. Wenig später konnten die zahlreichen SVO-Fans endlich jubeln. Simon Dieterle setzte sich im Strafraum gut durch und traf zum 2:1-Anschlusstreffer ins kurze Eck. Auf der Gegenseite entschärfte Schlussmann Armbruster einen Karagyaurov-Freistoß. Ansonsten bestimmte in der Endphase Oberwolfach das Geschehen, ohne jedoch noch einmal richtig zwingend zu werden. Quasi mit dem Schlusspfiff sah dann Simon Wolf noch die Ampelkarte wegen Meckerns. Es blieb in einem an Höhenpunkten armen Finale beim letztlich nicht unverdienten 2:1-Erfolg für den VfR Elgersweier, weil der SVO sein Potenzial in einem Pokalendspiel wieder einmal nicht abrufen konnte.